Sonntag, 30. Juni 2019

Tag 2 in Kanada

Heute haben wir mal fast ausgeschlafen: 08:30 Uhr, yeaaahh. Ein Blick aus dem Fenster (natürlich sieht man gleich die Pferde): bewölkt, windig, kühl. Daher dauerte es heute etwas länger, bis wir in die Hufen kamen. Beim Frühstück kurz überlegt, was wir heute anstellen. Da das Wetter nicht sooo verlockend war, stand schnell der Entschluss, dass wir zum Shoppen ins Outlet fahren. Hmmm, dass dachten sich gaaaaanz viele andere auch! Ich habe schon lange nicht mehr sooo viele Menschen beim Shoppen gesehen! Vor dem Michael Kohrs Laden musste man Schlange stehen um überhaupt hineinzukommen. Wie gut, dass wir nicht rein wollten :-). Natürlich gab es auch wieder einen Sale: Canada Day Sale. Es gab halt die üblichen Verdächtigen, leider kein Converse ;-(
Aber wir haben trotzdem ein wenig unsere Koffer aufgefüllt. Im Outlet habe ich keine Fotos gemacht, wie Shops aussehen, wisst ihr alle, oder?
Achja, es gab dann mal wieder einen gravierenden Unterschied zwischen Ontario (englisch) und Quebec (französisch). Gestern im Supermarkt in Quebec wurden alle Preise inkl. Steuern ausgeschildert, heute in Ontario waren wieder alle Preise ohne Steuer. Schon verrückt, was das Überqueren einer Brücke für Unterschiede macht. Auch die Ampeln sind in Quebec völlig anders. Ich habe vorher noch nie grün blinkende Ampeln gesehen...
Nach dem Shoppen sind wir dann noch nach Ottawa reingefahren. Lina wollte gerne ins Cat Cafe. Jaaa, nach knapp 6 Tagen ohne Katzen kann man schon mal Entzugserscheinungen haben, hahaha. Nein, im Ernst, hier wohnen Katzen aus dem Tierheim, mit denen man beim Cafe interagieren kann und wenn man sich verliebt hat, kann man die Katzen adoptieren. Finde ich eine gute Sache. Auf diese Weise konnten sie schon über 400 Katzen vermitteln. Joa, was soll ich sagen - die ein oder andere Katze hätten wir durchaus mitnehmen wollen....
Wir schlenderten anschließend noch ein wenig die Straße entlang.



Eine tolle Sache, wie ich finde: eine Fahrrad-Reparatur-Station mitten in der Stadt!










Auf den zweiten Blick gefiel mir Ottawa dann doch sehr gut. Es kommt wahrscheinlich, wie in jeder Stadt, darauf an, in welchem Viertel man sich aufhält. Vor allem waren die Straßen wahnsinnig sauber, nicht ein Kaugummi, nicht eine Kippe irgendwo auf den Straßen. Es gibt viele kleine, alte Häuschen. Oder auch große Prachtbauten. Das meiste haben wir heute nur im Vorbeifahren gesehen, gerne hätten wir angehalten, aber parken ist ein Problem. Aber morgen werden wir einiges genauer betrachten :-).
Auf dem Nachhauseweg hielten wir dann doch noch mal an. Und zwar am Fluss Gatineau.




Auch ein sehr schönes Plätzchen....

Zuhause angekommen wurde nur noch ne Pizza in den Ofen geschmissen, ein wenig der morgige Tag geplant und nun gehts in die Heia, gute Nacht....

Samstag, 29. Juni 2019

Angekommen in Canada

Puuuuh, was war das wieder für eine Nacht! Das Hotel war total hellhörig und im Nachbarzimmer mussten ein paar Frauen bis spät in die Nacht ratschen und gackern.... grrrrr. Das Bett war auch viel zu weich, also rundum kein empfehlenswertes Hotel...
Nach einem spartanischen, typisch amerikanischem Hotelfrühstück machten wir uns auf den Weg nach Kanada bzw. nach Cantley. Die Fahrt bis zur Grenze war recht eintönig, zwar viel Grün, aber kein Auf und Ab wie gestern und immer schnurgeradeaus.... langweilig. Aber nach knapp 1,5 Stunden Fahrt war dann endlich der Grenzübergang. Außer uns wollten leider gaaaannnz viele nach Kanada, und da Casi die falsche Schlange ausgesucht hatte, dauerte das ganze eine knappe halbe Stunde bis wir einreisen durften. Kurze Zeit später kam auch schon die 1000 Islands Brigde




Wow, was für eine Landschaft! Traumhaft schön... Und was für ein Gegensatz zum hektischen, voll bebauten NY! Unser Weg führte uns weiter Richtung Ottawa, welches wir nach weiteren ca. 1,5 Stunden (inklusive einer Pause an einer Autobahnraststätte) erreichten. Wir wollten ja weiter nach Cantley, wo unsere Unterkunft auf einer Ranch uns erwartete, aber dafür mussten wir zumindest teilweise durch Ottawa durch. Hmmm, es war definitiv keine Liebe auf den ersten Blick, eher das Gegenteil. Ich hoffe, dass wir morgen, wenn wir nach Ottawa reinfahren, auch noch schöne Seiten entdecken. Der erste Eindruck war jedenfalls sehr ernüchternd.
Ottawa gehört zur Provinz Ontario, also englischsprachig. Kaum hatten wir die Brücke zu Gatineau überquert, welches schon zu Quebec gehört, war alles nur noch auf französisch. Schon witzig. Unsere Ranch befindet sich in Cantley, ein langgezogenes Dorf, mitten im Nirgendwo. Natur pur. Wir erreichten unsere Unterkunft, die sich in einer ausgebauten Scheune befindet, um 15,00 Uhr und schon 1 Stunde später hatte Lina ein Date mit Poncho, ein hübscher kleiner Schecke.




Während Lina hoch zu Ross die Gegend erkundete (natürlich ein geführter Ausritt!), machten Casi und ich uns zu Fuß auf die Ranch zu erkunden.







Jaaa, das Foto zeigt unsere Scheune :-)). Wir dachten zuerst auch: Ohaaa, lass uns wieder umdrehen. Aber von innen ist es richtig klasse. Wir haben die ganze Scheune für uns, und die ist noch auf 3 Ebenen aufgeteilt. Es fehlt hier und da noch an den Feinheiten, aber insgesamt ist es richtig gemütlich und klasse. Und egal aus welchem Fenster man guckt - wir sehen Pferde und Weiden und Wald. Wir hören wieder Vögel zwitschern (im Gegensatz zu NY).
Nach dem Ausritt waren wir noch einkaufen und mussten dabei feststellen, dass Lebensmittel in Deutschland echt billig sind...
Da uns mal wieder der Hunger überkam, sind wir heute Abend nur noch in den "Dorfpub" zum Essen gegangen. Lina und ich mussten unbedingt Poutine ausprobieren, ein Nationalgericht. War saulecker, aber auch höchstgradig ungesund xD. Danach rollten wir den kurzen Weg über die Straße unsere Einfahrt hoch, und jetzt sind wir müde und kuscheln uns in unsere gemütlichen Betten.
Ich bin gespannt, was uns morgen so erwartet....

Freitag, 28. Juni 2019

Auf nach Syracuse

Syra... was? Wir sind hier sozusagen gestrandet, weil es strategisch günstig auf dem Weg von NY nach Ottawa liegt und es gibt hier ein günstiges BestWestern Hotel :-) Ach ja, und das Hotel liegt quasi direkt am Flughafen von Syracuse, wer das wohl so ausgesucht hat??
Aber fangen wir von vorne an: Heute morgen hieß es dann Abschied nehmen von unserem tollen Appartement in Brooklyn. Ein letztes Frühstück bei Alex und schon waren wir auf dem Weg zum JFK Airport um unser Auto abzuholen. Bis dahin lief alles planmäßig. Für 11.00 Uhr hatten wir den Wagen reserviert und schon um ca. 11:45 Uhr waren wir mit unserem Toyota RAV4 auf den Straßen von NY. Leider haben wir dann auch schon mehr gestanden als uns nordwärts bewegt :-(. Nach 1 Stunde bzw. knappe 10 Meilen hatten wir die Nase voll und wählten den Weg quer durch die Seitenstraßen der Bronx. Einige Umwege und kleine Staus später waren wir dann endlich raus aus NY. Sollte irgendjemand planen mit dem Auto durch NY zu cruisen - bringt viel Geduld und Zeit mit! Die Fahrt Richtung Norden war dann landschaftlich echt schön. Es ging durch grüne Wälder hoch und runter. Stelle ich mir im Indian Summer nochmal so schön vor...
Tja, mehr ist heute allerdings auch nicht wirklich passiert. Wir kamen erst um 18:30 Uhr im Hotel an. Nachdem ich mich die ganze Zeit auf den Pool gefreut habe, war ich dann doch enttäuscht - der Pool war doch ziemlich dreckig und kalt. Wir haben dann auf ein Bad verzichtet...
Irgendwann plagte uns der kleine Hunger und wir machten uns nochmals auf den Weg. Die Wahl fiel schließlich auf Applebees, kannten wir noch nicht. Fast wären wir auch daran gescheitert, denn Lina und ich bekamen die Eingangstür nicht auf xD. Zum Glück hatten wir ja Casi dabei :-)
Jetzt gehts gleich ins Bett, denn morgen früh gehts weiter nach Ottawa...
Aber ein paar Fotos haben wir dann heute auch gemacht, allerdings nur aus dem fahrenden Auto heraus, daher qualitativ eher naja...






Unser Blick aus dem Hotelfenster... ganz viel nix

Donnerstag, 27. Juni 2019

Schwitzen in New York

Heute haben wir zwar nicht wirklich länger geschlafen (obwohl es gestern schon ziemlich spät war), aber wir brauchten sehr viel länger um in die Gänge zu kommen. Irgendwie steckte uns der gestrige Tag ganz schön in den Knochen... man kann es auch Muskelkater nennen :-)
Schon heute morgen war es wieder verdammt heiß, und ich kann euch sagen - es macht keinen Spaß bei ca. 34 Grad durch New York zu laufen! Nach dem Frühstück (natürlich wieder von Alex, hmmm, lecker...) machten wir uns irgendwann fertig um in den Central Park zu fahren. Der stand sowieso noch auf dem Plan und bei diesem Wetter hätte sonst nur noch Museum oder shoppen Sinn gemacht. Selbst zum Fahrrad fahren durch den Park hatten wir keine Lust, man sollte nämlich nicht die Steigungen im Park unterschätzen. Daher spazierten wir nur ganz gemütlich, mit vielen Pausen, durch den Park.








Das tolle am Park ist, dass die Menschenmassen sich wirklich verlaufen. Es ist ruhig, man hört sogar die Vögel zwitschern, es geht ein leichter Wind und dass obwohl man mitten in der Stadt ist. Der Besuch des Central Parks lohnt sich auf jeden Fall, er entschleunigt diese hektische Stadt. Und dabei kann man auch noch schöne Sehenswürdigkeiten sich angucken, wie z. B. die Bethesda Fountain und Bethesda Terrace:






Die Hitze macht uns echt irre :-))
Unter der Bethesda Terrace saßen wir ziemlich lange: ein genialer Ort um den Musikern zu lauschen, zu entspannen, der Sonne zu entfliehen und zum lästern. Wie viele Mädels sich in der Zeit dort in Pose geworfen haben um ein "tolles" Insta-Foto zu schießen, unglaublich! Ach ja, es gab natürlich auch ein paar Jungs...
Anschließend besuchten wir noch die Strawberry Fields mit dem Imagine-Mosaik in Gedenken an John Lennon.


Ach ja, zwischenzeitlich legten wir noch ein Päuschen ein, um beim Softball zuzugucken. Selbst die Kleinsten haben in der Hitze "trainiert"


Und wer von euch kennt diese Brücke?


Kleiner Hinweis: "Es kann nur einen geben" :-)
Wobei ich mir die Brücke irgendwie größer und schöner vorgestellt habe, bzw, in den Filmen kam sie einfach anders rüber... Vielleicht haben wir sie auch nur nicht so toll fotografiert...

Mittlerweile war schon wieder früher Nachmittag und wir fuhren zurück ins Appartement. Kurze Zeit relaxen und dann machten sich Lina und Casi fertig, denn sie haben heute ihr eigenes Programm - Tickets für ein Konzert in Newark. Jaaa, natürlich eine KPop-Band, und heute hatte Casi dann mal die glorreiche Aufgabe der Begleitung. Ich hatte heute frei! Auweia, Tina allein in New York - konnte das gut gehen? Aber erstmal sind wir alle zusammen zum 9/11 Memorial gefahren. Lina und Casi mussten da sowieso umsteigen und Lina hatte die Becken noch nicht gesehen. Wie immer war es sehr beeindruckend und auch bedrückend



Danach machten sich die beiden auf den Weg nach Newark und überließen mich meines Schicksals. Tja, was sollte ich nun machen? Durch die Stadt laufen? Zu heiß...  Ins Appartement fahren? Zu langweilig... Also, was macht Frau allein? - Natürlich shoppen! Vorher noch kurz ins Occulus:



Auch hier wird die Pride-Week gefeiert

Dann stürzte ich mich in die Shops von Manhattan, am Ende kamen aber nur 2 Shirts bei raus :-)

Jetzt werde ich so langsam das Appartement ein wenig aufräumen, Sachen zusammen packen, denn morgen heißt es schon wieder Abschied nehmen von New York. Schade, wäre gern noch etwas länger hier geblieben. Mittlerweile werden wir hier schon von der Nachbarschaft aus der Straße gegrüßt. Es ist wirklich toll hier in Brooklyn - hier ist halt das wahre Leben, hier wohnen und leben die New Yorker. Und wir fallen hier natürlich auf: zum einen gibt es hier kaum Touris und zum anderen auch nur wenige Weiße. Also, sollte ich noch mal für mehrere Tage nach New York kommen, würde ich immer wieder gerne hierher zurückkommen.

Morgen geht es erst einmal nach Syracuse, mal eine Hotelübernachtung. Ich freue mich schon auf den Pool :-))